Laufbrillen

 

Frank Wersich - SCHRODIN OPTIK - Baden - Baden   

Höchstleistung für die Augen 

                                                                  
Eine spezielle Laufbrille schütz die Augen und verbessert die Laufleistung
Beim Laufen wird der Körper zu Höchstleistungen angespornt - und auch die Augen sind gefordert, ihr Bestes zu geben. Denn um beim Laufen gute Leistung zu erbringen, ist es wichtig, selbst kleinste Details scharf zu sehen:

Was der Läufer sehen sollte
 …Auf festem, ebenem/ unebenem Boden ist es wichtig, dass der Läufer Hinweisschilder im Blick behält. Dass er evtl. doch auftretende Hindernisse wie Abflussdeckel, Randssteine, Steine, Löcher und Unebenheiten schnell und sicher erkennt.Auf weichem/ unebenem Boden ist es wichtig, dass Hindernisse wie Steine, Wurzeln, Pfützen, usw. erkannt werden. Auch die Festigkeit des Bodens und dessen Konsistenz wie Sand oder Schnee - trocken oder feucht ist wichtig für schnelle Einschätzung des nächsten Schrittes.Beim bergauf Laufen ist eine starke Pulsfrequenz zu verzeichnen. Dabei vergrößern sich die Pupillen und die gefährliche UV Strahlung kann hier besonders intensiv in das Auge gelangen. Hier mit der normalen Brille oder ohne Schutz zu Laufen ist besonders gefährlich.Beim bergab Laufen ist das Einschätzen von Tiefen sehr wichtig, denn ein zu tiefer Schritt oder nach vorne Rutschen kann Verletzungen nach sich ziehen.

Bei Sonne ist Blendschutz wichtig:
Eine Überblendung senkt den Kontrast. Jedoch senkt eine zu dunkle Tönung auch den Kontrast. Dies ist häufig der Fall, wenn man mit seiner normalen Sonnenbrille läuft. Genauso wie in der Dämmerung verringert sich dann die Tiefenschärfe und Sehleistung.Regen, Schnee und Nebel lässt die Augen zusammenkneifen und es kommt zum Leistungsabfall. Stakkatolicht im Wald führt bei manchen Menschen zu Sehausfällen. Man reduziert unbewusst die Geschwindigkeit um den Hell/Dunkel Abgleich auszugleichen.Die Laufbrille bietet auch Schutz vor Wind, denn ohne oder mit normaler der Brille kommt es zu Luftverwirbelungen und somit zu stärkerem Tränenfluss, der die Sehleistung reduziert.Kälte trocknet die Augen aus und erzeugt dadurch ebenfalls starken Tränenfluss. Die Laufbrille bietet unter anderem Schutz vor Fliegen, Mücken, usw., auch kleine Äste an dessen Blattspitzen sich häufig Pilzsporen anheften werden oft nicht bewusst gesehen und können die Bindehaut und die Hornhaut verletzen.

Der gute Sitz der Laufbrille ist sehr wichtig, besonders bei Geländeläufen:
Bei der Auf - und Ab - Bewegung des Körpers und der Erschütterung schwingt eine schlecht sitzende Brille über den Zentrierpunkt. Das kann bei einigen Läufern zu Übelkeit führen.Auch muss eine Laufbrille immer angepasst sein. Kommt es zu Druckpunkten am Ohr oder Kopf , wirkt dies wie Akupressur, denn genau an diesen Punkten liegen die Meridiane für die inneren Organe. Die Folge können Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zu Zahnschmerzen sein.

Praktisch sind Wechselgläser - denn unterschiedliche
Umgebungseinflüsse erfordern verschiedene Tönungen:

 In den Morgenstunden mit einer orange-farbigen Tönung laufen, das ist anregend, steigert den Kontrast, gibt Durchhaltevermögen und Kraft. In den Abendstunden ist eine gelbe Tönung ratsam, denn Gelb hat eine positive Wirkung auf unseren Gemütszustand z.B. nach einem arbeitsreichen Tag. Ein transparentes Glas ist für die Nachtläufer unentbehrlich. Wenn ein stärkerer Blendschutz gewünscht wird, so sollte er immer braun sein und niemals dunkler als 50% - max. 65%, denn wie oben schon erwähnt, sinkt der Kontrast bei einem zu dunklem Glas. Die meisten Sonnenbrillen sind zwischen 75% bis 85% getönt also, viel zu dunkel und im Sport allein durch die Farbe unbrauchbar. Grau oder Blau ist für den Sport absolut ungeeignet, denn diese Farben verstärken den Blauanteil im Tageslicht. Kontrastverlust, unruhiges Sehen, mangelnde Geschwindigkeitseinschätzung sind die Folgen. Auch Grün senkt den Kontrast. Wer keine Laufbrille mit Wechselgläser möchte, der kann Gläser mit selbsttönenden Kontrastgläsern nehmen. Diese sind in der Grundtönung Orange und werden bei UV- Strahlung dann Braun. Natürlich hat man nicht so viele Möglichkeiten, wie bei Wechselgläser, die Gläser der Umgebung anzupassen.

Was viele nicht wissen:
 Eine Sportbrille kann mit persönlichen Sehstärken versehen werden. Denn wer im Alltag eine Brille trägt, sollte seine Sehkraft auch beim Laufen korrigieren. Die Augen werden sonst übermäßig angestrengt, was zu Verspannungen der Muskulatur und natürlich auch zu schlechteren sportlichen Leistungen führen kann. Die normale Brille ist hier jedoch nicht optimal geeignet: Viele Fassungen bergen ein Verletzungsrisiko und sitzen nicht fest genug am Kopf. Außerdem bietet die normale Brille keinen Sonnenschutz.Das Sehen in der Nähe ist wichtig. Pulsmesser, Pläne, Kompass sollten sicher abgelesen werden und auch beim Laufen. Hier gibt es die Möglichkeit mit Lesepunkten oder Sport-Gleitsichtgläser.Sicher sind Kontaktlinsen eine Möglichkeit der Sehstärkekorrektur, jedoch immer in Verbindung mit einer Laufbrille. Vielleicht sogar mit einem Korrektur Einsatz, dann kann der Läufer zwischen Brillengläsern und Kontaktlinsen wechseln. Wichtig ist hier zu wissen, dass beim Marathon nach einer gewissen Zeit Laktat ausgestoßen wird, welches auch im Tränenfilm nachzuweisen ist. Dies kann zu einer Eintrübung bei weichen Kontaktlinsen führen.

FAZIT:
Wer würde mit Skistiefeln Marathon laufen? Oder wer würde schon mit dem Mountain Bike die Tour de France bestreiten? Niemand, denn jeder weiß: Besondere Anforderungen - besondere Ausrüstung. Das gilt auch für die Sportbrille. Je nach Sportart gibt es individuelle Modelle.
Ein Beispiel: DIE LAUFBRILLEAbschlusszitat von:
Lilo Hellenbrand - Deutsche Vizemeisterin im Marathon, Altersklasse W50-“ Sonnenschutz ist ein wichtiges Thema. Es ist für die Augen auf die Dauer sehr anstrengend, an einem hellen Tag - vor allem bei Gegenlicht - ohne Sonnenschutz zu laufen. Das wirkt sich irgendwann auch auf die Konzentration und die Leistung aus.”